10.03.2021

Stadtwerke bringen lokale Energiewende voran

Die Stadtwerke Crailsheim GmbH bewirbt sich erfolgreich auf das KfW Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“, welches unter anderem vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat aufgelegt wurde. Damit verbunden ist ein Zuschuss in Höhe von rund 112.000 Euro. Die Mittel fließen zweckgebunden in die Konzepterstellung für das Gebiet „Kalkwiesen“ im Crailsheimer Stadtteil Sauerbrunnen. Die Projektlaufzeit beträgt circa 12 Monate. Anhand des Quartiers wird eine energetische Bestandsaufnahme samt Maßnahmenkatalog durch die Stadtwerke erarbeitet. Konkrete Handlungsempfehlungen zeigen, wie Energie effizient und sparsam eingesetzt werden kann. Immer verbunden mit dem langfristigen Ziel, den CO2-Ausstoß zu mindern und den Ausbau von erneuerbaren Energien voranzutreiben. Das so gewonnene Wissen, soll bundesweit auf andere Quartiere, Häusertypen oder öffentliche Gebäude transferierbar sein. Denn gerade lokale Maßnahmen, wie in Crailsheim, sind für das Gelingen der Energiewende in Deutschland unumgänglich. Den Förderantrag stellte der Formhalber die Stadt Crailsheim, welche die Mittel an die Stadtwerke durchreicht.   

Crailsheim. Welches energetische Sparpotential bietet ein Quartier, wie „Kalkwiesen“ im Stadtteil Sauerbrunnen, um in Zukunft den Energieeinsatz und den Ausstoß des umweltschädlichen CO2-Gases zu reduzieren? Fragen, die die Stadtwerke im Zuge des KfW Förderprogramms „Energetische Stadtsanierung“ untersuchen und das Einsparpotential ermitteln wird. Alle Ergebnisse münden in einen Katalog mit konkreten Handlungsempfehlungen, für einen klimafreundlichen Energieeinsatz und Ausbau von Erneuerbaren Energien.

Das ausgewählte Crailsheimer Stadtgebiet „Kalkwiesen“ ist idealtypisch. Neben einer Schule, sind dort Einfamilien-, Mehrfamilien- und Reihenhäuser unterschiedlicher Größe sowie Kindergärten, Versammlungsgebäude und Gotteshäuser vorzufinden. Das ermöglicht in Zukunft einen deutschlandweiten Wissenstransfer für viele andere Kommunen.

Bewohner sind wichtiger Teil der Konzepterstellung

Die Stadtwerke starten das Projekt im April mit einer energetischen Bestandsaufnahme für das Quartier im Stadtteil Sauerbrunnen. Dabei wird die IST-Situation an Gebäuden, die Nutzungsarten und die momentane Energieversorgung erfasst. „Wir möchten die Bewohner von Beginn an einbeziehen. In einem persönlichen Schreiben werden wir alle über das Projekt informieren“, so Eva Reu, Leiterin der Planungsabteilung der Stadtwerke Crailsheim.

Die Bewohner profitieren im Zuge des Projektes von vielen kostenlosen Beratungsleistungen, Förderberatungen und individuellen Handlungsempfehlungen. Letztere zeigen, wie sich mit energetischen Sanierungen, Energie, CO2 und letztendlich Kosten einsparen lassen.

Im Zuge des Förderprojekts führen die Stadtwerke ein bereits initiiertes Akteursnetzwerk fort. Dies besteht aus verschiedenen Institutionen, die Handlungsmaßnahmen um deren Wissen erweitern. Das Netzwerk besteht aus Vertretern der Stadt Crailsheim, des Energiezentrums Wolpertshausen, den örtlichen Banken, Vertretern der Handwerks- und Architektenkammer, der Verbraucherzentrale, der Baugenossenschaft, dem Stadtseniorenrat und der Eigentümerschutzgemeinschaft Haus und Grund.

Zweites energetisches Quartier in Crailsheim

Mit dem Projekt „Kalkwiesen“ erhalten die Stadtwerke bereits zum zweiten Mal einen Zuschlag für ein energetisches Quartier im Rahmen des eines bundesweiten Förderprogramms. Von 2013 bis 2014 wurde bereits erfolgreich ein integriertes Quartierskonzept für den Crailsheimer Stadtteil „Zur Flügelau“ erstellt. Bundesweite Beachtung fand unter anderem das Potential der vorhandenen industriellen Abwärme und deren perspektivische Nutzung für das Quartier.


Bildunterschrift (Foto: Stadtwerke Crailsheim):

Jörg Steuler (links), Sozial- & Baubürgermeister der Stadt Crailsheim, sowie Jürgen Breit, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Crailsheim GmbH, vor der Eichendorffschule im Stadtteil Sauerbrunnen. Auch für die dort 1993 installierte Heizungsanlage erarbeiten die Stadtwerke Handlungsvorschläge, um in Zukunft eine effiziente und nachhaltige Wärmeversorgung der Schule zu ermöglichen.

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